Erneute Brandanschläge in Neukölln!

 

Siehe auch hier im Tagesspiegel. Daher:

Solidaritätskundgebung am Samstag, dem 3. Februar, 12:00 Uhr vor dem Neuköllner Rathaus

Neukölln steht zusammen – gegen rechte Gewalt und Intoleranz

Erneut sind zwei Neuköllner Bürger von Mitgliedern der rechten Szene angegriffen worden. In der Nacht zum 1. Februar wurden ihre Autos angezündet und brannten vollständig aus. Bei den Betroffenen handelt es sich um den Rudower Buchhändler Heinz Ostermann und den Bezirkspolitiker Ferat Kocak, Mitglied der Partei DIE LINKE.

Heinz Ostermann setzt sich seit Jahren mit großem Engagement dafür ein, seinen Buchladen „Leporello” zu einem Ort demokratischer und literarischer Debatten zu entwickeln.
Dass die rechte Szene ihn und seinen Buchladen nun zum dritten Mal attackiert hat, sagt alles über die Geisteshaltung der Täter aus: Der gleichberechtigte Austausch von Meinungen, die Entwicklung einer Diskussionskultur ist ihnen nicht nur fremd, sondern offensichtlich ein Dorn im Auge. Anstelle der argumentativen Auseinandersetzung setzen sie gewaltsame Zerstörung und Terror.
Ferat Kocak, der andere Angegriffene, ist seit Jahren in Neukölln – und hier vor allem im Süden unseres Bezirks – im Kampf gegen Mietsteigerung, gegen den Notstand in der Krankenpflege und gegen rechte Umtriebe aktiv.
Als Mitglied der Partei Die Linke hat er in der Gropiusstadt während der letzten Wahlkämpfe Position gegen die AfD und andere rechte Gruppierungen bezogen und ist ihnen offensiv entgegengetreten. Die Tatsache, dass das in Brand gesetzte Auto unmittelbar neben der Hauswand und einem Gasanschluss stand, zeigt, dass die Täter auch den Tod von Menschen bei ihren Anschlägen billigend in Kauf nehmen.

Seit Jahren zieht sich die Spur rechter Gewalttaten gegen Neuköllner*innen durch unseren Bezirk, ohne dass es bisher Ermittlungserfolge gegeben hat.

Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass die Polizei von einem überschaubaren Kreis rechter Intensivtäter am Nasenring durch die Manege geführt wird.
Es nützt uns wenig, wenn immer wieder verstärkte Ermittlungsarbeit gefordert wird, wenn der Terror gegen engagierte Demokraten ungebrochen weiter von Nazis und aus dem Umfeld der Rechtspopulisten betrieben werden kann.

Zeigen wir Solidarität mit den Betroffenen! Zeigen wir, dass wir uns dem Terror der Rassisten und Geschichtsrevisionisten nicht beugen!

Gemeinsam rufen auf:
IG Metall Berlin; ver.di Bezirk Berlin; DGB Kreisvorstand Neukölln; GEW Neukölln; DIE LINKE Neukölln; Bündnis Neukölln; Hufeisern gegen Rechts; Aktionsbündnis Rudow; Aktionsbündnis Britz; Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus; Galerie Olga Benario, Bündnis 90/die Grünen Neukölln; SPD Neukölln

Offenes Neukölln 2018 – Seid ihr dabei?

Nach dem riesigen Erfolg im vergangenen Jahr findet von Freitag, den 1. Juni bis Sonntag, den 3. Juni 2018 zum zweiten Mal das Festival „Offenes Neukölln“ statt – für ein vielfältiges und solidarisches Neukölln.

Jetzt suchen wir nach Initiativen, Vereinen, Organisationen und Veranstaltungsorten, die sich an dem Festival beteiligen möchten und gemeinsam mit uns ein Zeichen für ein lebenswertes, antirassistisches, fröhliches und kämpferisches Neukölln setzen!

Mehr Infos dazu auf der Website von Offenes Neukölln bzw. direkt im Aufruf zur Teilnahme.

Eröffnung des Festivals Offenes Neukölln im Jahr 2017
Stand auf dem Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt

 

Auch dieses Jahr sind wir wieder mit einem Stand auf dem Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt vertreten: Vom 8. bis 10. Dezember 2018 findet ihr uns auf dem Richardplatz.

Dort informieren wir über die rechtsextremistische Anschlagsserie in Neukölln, über Offenes Neukölln 2018 und über sonstige unsere Arbeit als Bündnis. Am Samstag ist auch die Initiative „Hufeisern gegen Rechts“ mit dabei und klärt über den jüngsten Diebstahl von 16 Stolpersteinen und ihre Wiederverlegung auf.

Es gibt ein tolles Quiz und natürlich wie immer Kuchen und Gebäck am Stand (Spenden von fleißigen Bäcker*innen willkommen!)

Aktionsgruppe „Aufstehen gegen Rassismus“

Jetzt gemeinsam aktiv werden: Auch Neukölln braucht keine AfD!

Die AfD ist als drittstärkste Partei in den Bundestag eingezogen. Von dort aus versucht sie nun ihre Hetze gegen alle, die nicht ihrem Weltbild entsprechen, noch tiefer in Politik und Gesellschaft zu verankern. Auch hier in Neukölln stempelt die AfD mit rassistischen Behauptungen Muslime sowie Geflüchtete zu Sündenböcken für soziale Missstände, vertritt ein reaktionäres Frauen- und Familienbild und schürt Angst und Hass gegen Minderheiten.

Hilf mit! Lasst uns gemeinsam verhindern, dass die AfD mit Hass und Hetze das gesellschaftliche Klima vergiften kann. Mach mit bei unserer Aktionsgruppe „Aufstehen gegen Rassismus“.