Seit vielen Jahren ist dies der erste internationale Tag gegen Rassismus, den wir nicht in Rudow auf der Straße verbringen. Doch auch von zu Hause aus stehen wir #ZusammenGegenRassismus.
Besonders möchten wir an die dramatische Lage für die Zehntausenden Menschen im Lager Moria auf Lesbos erinnern. Diese humanitäre Katastrophe auf europäischem Boden darf in diesen Zeiten nicht als eine Meldung von vielen untergehen. Die Situation dort muss umgehend entschärft werden!
DIE DEMO FINDET LEIDER NICHT WIE GEPLANT STATT, doch einige unserer Bündnispartner*innen haben uns ihre Rede- und Musikbeiträge als Video oder Text geschickt, die wir hier dokumentieren:
Die Gesundheitsbehörden haben aufgrund der Ansteckungsrisiken durch den „Corona“-Virus verfügt, öffentliche Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmer*innen, auch unter freiem Himmel, zu untersagen. Auch die Berliner Demonstration am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, ist davon leider betroffen und kann nicht wie geplant ab 13 Uhr in Rudow stattfinden. Wir bedauern dies sehr — zumal wenige Wochen nach den rassistischen Morden in Hanau, angesichts der unmenschlichen Abschottungspolitik gegenüber Geflüchteten an der griechisch-türkischen Grenze und angesichts der erst gestern publizierten Zahlen von ReachOut zum Anstieg rassistischer Angriffe in Berlin [https://www.reachoutberlin.de/de/content/pressemitteilung-2019-stieg-die-zahl-der-angriffe-berlin-um-26-auf-390-taten]. Wir rufen dazu auf, auf anderem Wege an diesem Tag ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und rechten Terror sowie für Solidarität, Respekt und eine offene Gesellschaft zu setzen:
durch kleinere, dezentrale Infostände und Aktionen am 21.3.(bitte beachtet die tagesaktuell empfohlenen Schutzmaßnahmen! Ein Plakat aus dem Fenster hängen wird ja aber in jedem Fall möglich sein)
mit Online-Aktivitäten und Postings auf Social Media am 21.3. Macht Fotos – gern auch gemeinsam mit anderen – , auf denen ihr Transparente, Plakate und eigene Botschaften hochhaltet und postet sie am 21.3. über Facebook, Twitter, Instagram, etc. Hochhalteplakate zum Download und selbst Ausdrucken findet ihr beispielsweise hier: https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/material/flyer-etc/
Wir laden alle angekündigten Redner*innen der Demo außerdem herzlich ein, uns ihre Redebeiträge schriftlich und/ oder als Video zum Weiterverbreiten zu schicken.
Weltweit gehen am 21. März Menschen auf die Straße, um gemeinsam gegen Rassismus und rechte Hetze, für ein solidarisches und respektvolles Miteinander zu protestieren. Auch in Deutschland finden vielerorts Aktivitäten statt.
In Berlin laden wir gemeinsam mit der Initiative „Rudow empört sich. Gemeinsam für Respekt und Vielfalt“ ein zur
Demonstration am 21. März 2020 um 13 Uhr an der Rudower Spinne (U7 Rudow)
In Rudow, Britz und Nord-Neukölln verüben Neonazis seit Jahren Anschläge auf Menschen, die sich gegen Rassismus und Faschismus, für Demokratie, Toleranz und Geflüchtete engagieren. Mit dem rechten Terror sollen sie eingeschüchtert werden. Dagegen setzen wir unsere Solidarität.
Zeigen wir gemeinsam, dass wir Neonazis entgegentreten. Setzen wir ein starkes Zeichen gegen die menschenverachtende Hetze von AfD, NPD & Co. Treten wir dafür ein, dass Menschenwürde nicht verletzt wird!
Die Vereinten Nationen haben 1966 den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen. Damit soll an die blutige Niederschlagung einer friedlichen Demonstration in Sharpeville in Südafrika gegen die Apartheid am 21. März 1960 erinnert werden. In Deutschland organisiert die „Stiftung gegen Rassismus“ 2020 zum 25. Mal vom 16. bis 29. März 2020 die Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Gesicht zeigen – Stimme erheben“. Seit 2015 findet zum Internationalen Tag gegen Rassismus in Rudow eine Kundgebung an der Rudower Spinne statt.
Unterzeichner*innen (laufend aktualisiert):
Rudow empört sich. Gemeinsam für Respekt und Vielfalt
Aufstehen gegen Rassismus (AgR) Berlin
Antirassistische Initiative e.V. (ARI)
Anwohner*inneninitiative in Berlin-Mitte für Zivilcourage gegen Rechts
BASTA Britz
Berliner Bündnis gegen Rechts (BBgR)
Berliner VVN-BdA e.V.
Black Lives Matter Berlin
Britzer Elterninitiative »Vernetzt gegen Rechts«
Bündnis 90/Die Grünen Berlin
Bündnis 90/Die Grünen Friedrichshain-Kreuzberg
Bündnis 90/Die Grünen Neukölln
Bündnis 90/Die Grünen Tempelhof-Schöneberg
Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin
Bündnis Neukölln. Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt
Dest-Dan FrauenRat Berlin
DGB Kreisverband Neukölln
DGB Kreisverband Tempelhof-Schöneberg
DIE LINKE. Berlin
DIE LINKE. Neukölln
DIE LINKE. Friedrichshain-Kreuzberg
Dziewuchy Berlin
FairBindung e.V.
Freie Kurdische Gemeinde Berlin
Friedensmarsch für EINE Gesellschaft
Galerie Olga Benario
GRIPS Theater Berlin
Grüne Jugend Neukölln
Hufeisern gegen Rechts
Inssan e.V.
Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) Landesvereine Berlin e.V., Brandenburg e.V. und Sachsen e.V.
Islamische Föderation in Berlin
korientation e.V.
Links*Kanax
MANEGE*ini
Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus
RomaTrial e.V.
Omas gegen Rechts Berlin
Seebrücke Berlin
SJD – Die Falken Neukölln
Spandauer Bündnis gegen Rechts
SPD Berlin
Team Neukölln von Gangway e.V.
The Coalition Berlin
Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg e.V. (TBB)
ver.di LBZ Berlin Brandenburg
ver.di Berlin-Brandenburg FB Medien, Kunst und Industrie
ver.di Senior*innen des Fachbereiches Medien, Kunst und Industrie
Das Festival Offenes Neukölln wird von einem tollen Team von Ehrenamtlichen getragen. Damit ONK2020 so fulminant wird wie die ersten drei Runden, brauchen wir aber noch Unterstützung.
Interesse? Dann komm zu unserem nächsten Orga-Treffen:
Immer am dritten Mittwoch des Monats (15.01., 19.02., 18.03., 15.04.) um 19:00 Uhr
Der Kreisverband Neukölln des DGB ruft auf zu einer Prostestveranstaltung gegen den Entzug der Gemeinnützigkeit des VVN-BdA auf.
Freitag, den 17. Januar 2020 um 17:00 Uhr Haus der IG Metall (Alwin-Brandes-Saal), Alte Jakobstr. 149, 10969 Berlin-Kreuzberg.
Es sprechen: – Sonja Staack (DGB Berlin-Brandenburg) – N.N. (IG Metall Berlin) – Tom Erdmann (GEW Berlin) – Dr. Peer Stolle (Republikanischer Anwält*innenverein) – Peter Neuhof (Zeitzeuge der NS-Verfolgung) – Hans Coppi (VVN-BdA)
Die Betroffenen der rechten Anschlagserie haben einen Zwischenbericht zu ihrer Kampagne „Rechter Terror in Berlin – Untersuchungsausschuss jetzt!“ veröffentlicht.
Darin kritisieren sie die zahlreichen bereits bekannt gewordenen Fehler und Ungereimtheiten in Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um die Terror-Serie und bekräftigen ihre Forderung nach Aufklärung in einem Untersuchungsausschuss – auch „weil nicht erkennbar ist, dass sich die Praxis der Sicherheitsbehörden geändert hat.“